| Flash
- "A Kind of Magic" im LA
.... ...von
B. Franz
Was
soll man davon halten, wenn eine Coverband sich anschickt,
die unvergessenen Ikonen der Rockgeschichte wieder zu beleben?
Die Bühnen- präsenz, die extravagante Show eines
Freddie Mercury setzte in den 80gern Maßstäbe.
Nicht wenige behaupten, mit seinem ungewöhnlich großen
Stimmumfang sei der Queen-Frontmann der beste Rocksänger
aller Zeiten. Zwar liegt das Ende fast eine Generation zurück,
aber Hymnen wie „Radio Ga Ga“, „Under Pressure“
oder „I want it all“ haben sich vor allem bei
den Fans unaus- löschlich in den Gehirnwindungen eingegraben.
Wird nicht jeder Versuch scheitern, die Vorlage imitieren
zu wollen? Mut kann man Markus En- gelstädter mit seiner
Cover-Band „Flash“ schon mal attestieren, auch
weil das Stammpublikum im L.A. sonst eine härtere Kost
serviert bekommt.
Auch
wenn viele Gesichter im Publikum Freddie Mercury und Queen
zu Lebzeiten nie erlebt haben dürften, die Musik also
nur aus der Konserve ken- nen, ist die Atmosphäre in
der Eventhalle etwas verhalten. „A kind of Magic“
kling nicht schlecht... ja eigentlich sogar überraschend
gut. Die etwas Älteren, die nicht vorne an der Bühne
im Gedrän- ge stehen, sondern etwas weiter hinten die
ver- meintliche Wiedergeburt der einstigen Helden miterleben,
sieht man zustimmend nicken. Nach- dem also der erste Qualitätstest
bestanden ist, legt Markus Engelstädter sich ins Zeug,
auch die Stimmung in der fast vollen Halle auf Betriebs- temperatur
zu bringen. „Who want to live forever“ intoniert
er mit einer Inbrunst, als hätte er den Text, aus einer
persönlichen Krise heraus selbst verfasst. Die Ähnlichkeit
mit Freddie Mercury´s Stimme ist unverkennbar. Unglaublich
sicher meistert er auch noch so schwere Passagen, legt sehr
viel Gefühl in seine Darbietung, interpretiert nach Belieben
und macht das Stück so authen- tisch zu seinem eigenen.
Die großen Gesten auf der Bühne sind nicht aufdringlich,
wirken nicht einstudiert. In allem meint man das Vorbild zu
erkennen. Das Publikum im L.A. ist hingerissen. Viele singen
mit. Bei der Fülle an Welthits, die da zu einem zweistündigen
Programm verdichtet werden ist das auch kein Wunder. Auch
ohne.
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Arrangement, der Gesang und nur von Hermann Trautners Gitarre
begleitet, vermag der Queensound zu überzeugen. Für
Trautner aus Stratwies ist der Gig in der Badstrasse ein Heim-
spiel, alle anderen Musiker kommen aus Regens- burg. Die Band
ist seit 2002 in ganz Deutschland unterwegs, aber auch in
Österreich, der Schweiz und in Holland stand die Formation
auf der Bühne. „Die Musik von Queen ist es wert,
live gespielt zu werden.“ sagt Engelstädter. „Wenn
sich unsere Begeisterung aufs Publikum überträgt
sind wir zu- frieden“.
It´s
a kind of magic – Die Zuschauer im L.A. war- en bezaubert,
auch wenn der Oberpfälzer seine Zeit braucht. Und auch
wenn Freddie Mercury mit Queen noch auf der Bühne stünde,
darf man be- zweifeln, dass ihn je eine Welt-Tour nach Cham
gebracht hätte. „Flash“ wird nächstes
Jahr wieder kommen und das ist schon beschlossen. |